Wirtschaft im Freistaat Sachsen

Ein Land mit großer und lang zurück reichender industrieller Tradition.

Zahlreiche Erfindungen wie:

 

Vor dem zweiten Weltkrieg war Sachsen das industrielle Zentrum Deutschlands. Die Region Dresden-Leipzig-Chemnitz verzeichnete die höchste Wirtschaftskraft in Deutschland. Nach dem zweiten Weltkrieg führte die sozialistische Steuerung der Wirtschaft zum Nachlassen der Investitionstätigkeit und damit zum Verlust der Konkurrenzfähigkeit.

 

Die Wiedervereinigung eröffnete die Möglichkeit, an alte Traditionen anzuknüpfen. Die Währungsunion und der Einzug der Marktwirtschaft führten aber zunächst zum Zusammenbruch der nicht wettbewerbsfähigen Wirtschaft und zum Wegfall vielen unrentabler Arbeitsplätze. Die Wirtschaft musste sich einem tiefgreifenden Strukturwandel unterziehen. Mittlerweile sind aber die Erfolge bei der wirtschaftlichen Umstrukturierung und bei der Erreichung einer höheren Wettbewerbsfähigkeit unübersehbar. Im Jahr 2002 lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits wieder bei einem Wert von 75,8 Mrd. EUR. Seit 1991 wurde ein reales Wachstum von jährlich3,9 % erzielt.

 

Mit einem BIP je Einwohner in Höhe von 17.358 EUR liegt Sachsen an der Spitze aller neuen Länder. Wichtige Sektoren stellen im Freistaat der Dienstleistungsbereich, insbesondere die Unternehmensdienstleistungen sowie das Verarbeitende Gewerbe dar. Dies sind auch die Bereiche mit großem Wachstumspotential. Der nach der Wende stark gewachsene Baubereich wird weiter an Bedeutung verlieren.

 

Der Kapitalstock in Sachsen hat sich seit der Wiedervereinigung deutlich erhöht. Auf rd. 263,9 Mrd. EUR beliefen sich die Investitionen im Zeitraum 1991 bis 2000, rd. ein Drittel aller in Ostdeutschland getätigten Investitionen.
Das selbstständige Unternehmertum gewinnt weiter an Gewicht. Die Selbstständigenquote erreicht mittlerweile 9,5 %, mehr als doppelt so viel wie 1991. Unter den neuen Ländern nimmt sie den Spitzenplatz ein. Noch unbefriedigend ist die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Sachsen. Sie ist einerseits von einer auf hohem Niveau nahezu verharrenden registrierten Arbeitslosigkeit (Arbeitslosenquote 2002: 19,3 %) bei gleichzeitig hoher Arbeitsplatzdichte (2002: 441 Erwerbstätige je 1 000 Einwohner) gekennzeichnet.