Wirtschaft

 

Wirtschaft Südkoreas:

Noch in den 60er Jahres des 20. Jahrhunderts war Südkorea eines der ärmsten Länder der Welt. Nach 50jähriger japanischer Kolonialherrschaft war vor allem der Norden industriell entwickelt, während der Süden Agrarland blieb und der erbittert geführte Koreakrieg 1950 bis 1953 das Land weitgehend zerstört hatte. Mittlerweile ist die Republik Korea nach der rasanten Wirtschaftsentwicklung Mitglied im Club der entwickelten Industrieländer (1996 Beitritt zur OECD). Außerdem ist die Republik Korea die elftgrößte Industrienation der Welt sowie die drittgrößte Wirtschaft Asiens, nach Japan und China, Einige große koreanische Unternehmen wie Samsung, Hyundai, LG u.a. gehören vom Automobilsektor bis zur Informationstechnik zu den weltweit führenden Unternehmen.

Die Republik Korea besitzt keine nennenswerten Rohstoffvorkommen. Fast alle Rohstoffe für die Industrie müssen eingeführt werden. Die Landwirtschaft stellt auch heute noch einen beachtlichen Teil der Wirtschaftskraft.
Als wichtigsten immateriellen "Rohstoff" verfügt die Republik Korea über gut ausgebildete Menschen; dementsprechend ausgebaut sind das Schul- und Universitätswesen, wobei jedoch das immer noch zu zahlende Schul- und Semestergeld den Zugang ärmerer Schichten der Bevölkerung zu höheren Bildungseinrichtungen im Gegensatz zu z.B. Deutschland erschwert.

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Wirtschaft Nordkoreas

Das Wirtschaftssystem

Das Eigentum befindet sich in Händen des Staates bzw. der Kooperativen. Nordkorea versteht unter dem Begriff "in Händen des Staates", dass sich das Gemeineigentum "in Händen Aller" befindet. Das in Kooperativen befindliche Eigentum ist durch staatliche Gesetze geschützt. Staatliches Eigentum liegt vorrangig in den Industrien vor, wohingegen Kooperationseigentum hauptsächlich in den landwirtschaftlichen Betrieben (Kooperativen) vorherrschend ist.
Es gibt auch Privateigentum in Nordkorea. Dies umfasst z.B. Einkünfte aus privatem, nebenberuflichem Landbau. Der Staat schützt diese Nebeneinkünfte sowie auch die Privateinkommen Werktätiger per Gesetz und garantiert auch das Erbrecht auf derartig eventuell erwirtschaftete Barvermögen.

Die Wirtschaftspolitik basiert auf der Juche - Ideologie Kim Il Sungs (Autarkie Nordkoreas), welche eine völlige Unabhängigkeit Nordkoreas beschreibt. Ihr Mittel ist die sozialistische Planwirtschaft. Frühere Erfolge basierten auf der Solidarität der sozialistischen Bruderstaaten (Sowjetunion, China, DDR) und der Comecon-Arbeitsteilung. Die Verfassungsänderungen von 1998 führten erstmalig Begriffe wie Wirtschaftlichkeit, Selbstkosten, Preiskalkulation und Rentabilität ein. Wirtschaftsbehörden wurden reduziert und reorganisiert.

Nordkorea besitzt Rohstoffe, wohingegen die Landwirtschaft aufgrund planungstechnischer Probleme und witterungsbedingter Widrigkeiten eine flächendeckende und ausreichende Versorgung der eigenen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln nicht zu leisten vermag. Daher ist Nordkorea auf Nahrungsspenden aus dem Süden sowie internationale Spenden angewiesen. Unabhängig im Land tätige Hilfsorganisationen berichten von Mangelernährungen breiter Teile der Bevölkerung und einer seit einigen Jahren in einigen Landesteilen anhaltenden Hungersnot.

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Anmerkung zu den Quellen: Die verwendeten Quellen befinden sich auf der Korea-Hauptseite
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